TY - UNPB
T1 - Klimawandel und Raumentwicklung: Anpassungsstrategien der Stadt- und Regionalplanung in Stadtregionen der Küstenzone am Beispiel des Ostseeraumes.Schlussbericht plan B:altic.
AU - Deppisch, Sonja
AU - Beichler, Simone
AU - Davidse, Bart Jan
AU - Othengrafen, Meike
AU - Richter, Michael
AU - Schulz, Luise
AU - Hasibovic, Sanin
AU - Hagemeier-Klose, Maria
AU - Wibbeling, Peter
PY - 2015
Y1 - 2015
N2 - Es ist unsicher, wie sich der Klimawandel künftig regional und lokal im Ostseeraum entwickeln wird und welche spezifischen Klimawirkungen auftreten werden. Trotzdem können für die küstennahen Stadtregionen neue Probleme beispielsweise durch steigende Temperaturen erwartet werden. Daher werden Strategien zum Umgang mit potenziellen Klimawandelfolgen erforderlich. Gerade in Städten an der Ostseeküste sind hierbei vielfältige stadtregionale Zusammenhänge und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, was einen sozial-ökologischen Forschungsansatz nahelegt. In dieser Situation stellen sich besondere Anforderungen an die Stadt- und Regionalplanung, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der küstennahen Stadtregionen zu gewährleisten. Für die Entwicklung von Anpassungsstrategien der Stadt- und Regionalplanung müssen die gesellschaftlichen Akteure mit ihren verschiedenen Interessen sowie die zukünftigen sozialen und ökologischen Entwicklungen und deren potenzielle Folgen und Wechselwirkungen einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund zielte das Projekt darauf ab die folgenden Hauptforschungsfragen zu beantworten: 1)Welche Herausforderungen stellen sich für die Raumplanung durch die spezifischen Charakteristika des Klimawandels? 2)Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich dabei daraus, dass Stadtregionen als sozial-ökologische Systeme betrachtet werden können? 3)Wie kann die Stadt- und Regionalplanung mit diesen Herausforderungen umgehen und welche Möglichkeiten und Restriktionen ergeben sich durch die Verfasstheit der räumlichen Planung im Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels? Im interdisziplinären Verbund waren sieben interdisziplinär zusammenarbeitende Teilprojekte vertreten, innerhalb derer verschiedene Forschungsperspektiven aus Natur-, Gesellschafts- und Planungswissenschaften eingenommen wurden. Dementsprechend vielfältige empirische Methoden qualitativer und quantitativer Forschung kamen zum Einsatz. Über das Querschnittsprojekt zum Thema sozial-ökologische Resilienz fand ein intensiver interdisziplinärer Austausch statt. Überdies fand eine transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Praxisakteuren aus Stadtregionen des Ostseeraumes statt, innerhalb derer Strategien zur Raumentwicklung und planerische Lösungsansätze zur Anpassung an die potenziellen Folgen des Klimawandels entworfen wurden.
Die Ergebnisse der verschiedenen Teilprojekte haben integrativ zur Beantwortung der Forschungsfragen beigetragen. Für die Raumplanung stellt sich die Herausforderung mit der Unsicherheit und großen Spannbreite der lokalen Ausprägung des Klimawandels umzugehen. Es wurde herausgestellt, dass die spezifischen Gegebenheiten des sozial-ökologischen Systems wie Lokalklima, Bevölkerungsverteilung, Landnutzung (mit Bezug zu Klimaregulation und kulturellen Leistungen der Landschaft) und insbesondere deren Wechselwirkungen die lokale Ausprägung und Auswirkungen des Klimawandels entscheidend beeinflussen. Dies birgt aber ebenso das Potenzial zur Anpassung an den Klimawandel in den Stadtregionen. Die zeitliche und räumliche Distanz zum Klimawandel im Zusammenspiel mit Themenkonkurrenz im Praxiskontext führt jedoch derzeit zu einem gering wahrgenommenen Handlungsdruck in Bezug auf Anpassung bei der Planungs- und Verwaltungspraxis. Es konnte gezeigt werden, dass inter- und transdisziplinäre Methoden von großer Bedeutung für den Austausch von Wissen sind, welcher die Anpassungskapazität entscheidend beeinflusst. Weiterhin konnten in Bezug auf die aktuellen Governancestrukturen und –prozesse hemmenden Faktoren identifiziert werden (wie z.B. sektorale Organisation), welche für eine erfolgreiche Anpassung kritisch vor dem Hintergrund der spezifischen Charakteristika des Klimawandels reflektiert werden müssen. Durch eine systematische Analyse der Möglichkeiten des Regionalplans und des Flächennutzungsplans konnten konzeptionelle Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung des formellen Instrumentariums ausgearbeitet werden, um den Beitrag der Stadt- und Regionalplanung zur Anpassung an den Klimawandel zu erhöhen. Dennoch kann damit alleine nicht den aufgezeigten Herausforderungen begegnet werden, erforderlich scheint ein grundlegender Strategiewechsel innerhalb der räumlichen Planung, die Möglichkeiten aber auch neuen Fallstricke durch eine Orientierung am Konzept der transformativen Resilienz wurden aufgezeigt.
Die Nachwuchsgruppe konnte einen innovativen Beitrag zur sozial-ökologischen Forschung leisten durch den intensiven inter- und transdisziplären Ansatz. Dieser ermöglichte es nicht nur Ergebnisse zur lokalen Klimawandel –ausprägung, –auswirkung sowie -wahrnehmung zu generieren, sondern auch Wissensaustausch- und Governanceprozesse zu analysieren und Lösungsansätze aus Planungsperspektive zu formulieren. plan B:altic erarbeitete Handlungsempfehlungen für die Stadt- und Regionalentwicklung zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die Handlungsempfehlungen, aber auch die Methode der Szenarioplanung können für Stadtregionen hohe Praxisrelevanz entfalten. Praktikerinnen und Praktikern werden wichtige Informationen als Entscheidungsgrundlagen und Handlungsoptionen an die Hand gegeben, die den Umgang mit Unsicherheiten und Komplexität ermöglichen. Der im Rahmen des Vorhabens durchgeführte Szenarioprozess gab erste Impulse zu einem langfristigen, nachhaltigen Anpassungsprozess in der Stadtregion Rostock.
AB - Es ist unsicher, wie sich der Klimawandel künftig regional und lokal im Ostseeraum entwickeln wird und welche spezifischen Klimawirkungen auftreten werden. Trotzdem können für die küstennahen Stadtregionen neue Probleme beispielsweise durch steigende Temperaturen erwartet werden. Daher werden Strategien zum Umgang mit potenziellen Klimawandelfolgen erforderlich. Gerade in Städten an der Ostseeküste sind hierbei vielfältige stadtregionale Zusammenhänge und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, was einen sozial-ökologischen Forschungsansatz nahelegt. In dieser Situation stellen sich besondere Anforderungen an die Stadt- und Regionalplanung, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der küstennahen Stadtregionen zu gewährleisten. Für die Entwicklung von Anpassungsstrategien der Stadt- und Regionalplanung müssen die gesellschaftlichen Akteure mit ihren verschiedenen Interessen sowie die zukünftigen sozialen und ökologischen Entwicklungen und deren potenzielle Folgen und Wechselwirkungen einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund zielte das Projekt darauf ab die folgenden Hauptforschungsfragen zu beantworten: 1)Welche Herausforderungen stellen sich für die Raumplanung durch die spezifischen Charakteristika des Klimawandels? 2)Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich dabei daraus, dass Stadtregionen als sozial-ökologische Systeme betrachtet werden können? 3)Wie kann die Stadt- und Regionalplanung mit diesen Herausforderungen umgehen und welche Möglichkeiten und Restriktionen ergeben sich durch die Verfasstheit der räumlichen Planung im Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels? Im interdisziplinären Verbund waren sieben interdisziplinär zusammenarbeitende Teilprojekte vertreten, innerhalb derer verschiedene Forschungsperspektiven aus Natur-, Gesellschafts- und Planungswissenschaften eingenommen wurden. Dementsprechend vielfältige empirische Methoden qualitativer und quantitativer Forschung kamen zum Einsatz. Über das Querschnittsprojekt zum Thema sozial-ökologische Resilienz fand ein intensiver interdisziplinärer Austausch statt. Überdies fand eine transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Praxisakteuren aus Stadtregionen des Ostseeraumes statt, innerhalb derer Strategien zur Raumentwicklung und planerische Lösungsansätze zur Anpassung an die potenziellen Folgen des Klimawandels entworfen wurden.
Die Ergebnisse der verschiedenen Teilprojekte haben integrativ zur Beantwortung der Forschungsfragen beigetragen. Für die Raumplanung stellt sich die Herausforderung mit der Unsicherheit und großen Spannbreite der lokalen Ausprägung des Klimawandels umzugehen. Es wurde herausgestellt, dass die spezifischen Gegebenheiten des sozial-ökologischen Systems wie Lokalklima, Bevölkerungsverteilung, Landnutzung (mit Bezug zu Klimaregulation und kulturellen Leistungen der Landschaft) und insbesondere deren Wechselwirkungen die lokale Ausprägung und Auswirkungen des Klimawandels entscheidend beeinflussen. Dies birgt aber ebenso das Potenzial zur Anpassung an den Klimawandel in den Stadtregionen. Die zeitliche und räumliche Distanz zum Klimawandel im Zusammenspiel mit Themenkonkurrenz im Praxiskontext führt jedoch derzeit zu einem gering wahrgenommenen Handlungsdruck in Bezug auf Anpassung bei der Planungs- und Verwaltungspraxis. Es konnte gezeigt werden, dass inter- und transdisziplinäre Methoden von großer Bedeutung für den Austausch von Wissen sind, welcher die Anpassungskapazität entscheidend beeinflusst. Weiterhin konnten in Bezug auf die aktuellen Governancestrukturen und –prozesse hemmenden Faktoren identifiziert werden (wie z.B. sektorale Organisation), welche für eine erfolgreiche Anpassung kritisch vor dem Hintergrund der spezifischen Charakteristika des Klimawandels reflektiert werden müssen. Durch eine systematische Analyse der Möglichkeiten des Regionalplans und des Flächennutzungsplans konnten konzeptionelle Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung des formellen Instrumentariums ausgearbeitet werden, um den Beitrag der Stadt- und Regionalplanung zur Anpassung an den Klimawandel zu erhöhen. Dennoch kann damit alleine nicht den aufgezeigten Herausforderungen begegnet werden, erforderlich scheint ein grundlegender Strategiewechsel innerhalb der räumlichen Planung, die Möglichkeiten aber auch neuen Fallstricke durch eine Orientierung am Konzept der transformativen Resilienz wurden aufgezeigt.
Die Nachwuchsgruppe konnte einen innovativen Beitrag zur sozial-ökologischen Forschung leisten durch den intensiven inter- und transdisziplären Ansatz. Dieser ermöglichte es nicht nur Ergebnisse zur lokalen Klimawandel –ausprägung, –auswirkung sowie -wahrnehmung zu generieren, sondern auch Wissensaustausch- und Governanceprozesse zu analysieren und Lösungsansätze aus Planungsperspektive zu formulieren. plan B:altic erarbeitete Handlungsempfehlungen für die Stadt- und Regionalentwicklung zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die Handlungsempfehlungen, aber auch die Methode der Szenarioplanung können für Stadtregionen hohe Praxisrelevanz entfalten. Praktikerinnen und Praktikern werden wichtige Informationen als Entscheidungsgrundlagen und Handlungsoptionen an die Hand gegeben, die den Umgang mit Unsicherheiten und Komplexität ermöglichen. Der im Rahmen des Vorhabens durchgeführte Szenarioprozess gab erste Impulse zu einem langfristigen, nachhaltigen Anpassungsprozess in der Stadtregion Rostock.
M3 - Forschungsbericht/Arbeitspapier
BT - Klimawandel und Raumentwicklung: Anpassungsstrategien der Stadt- und Regionalplanung in Stadtregionen der Küstenzone am Beispiel des Ostseeraumes.Schlussbericht plan B:altic.
PB - HafenCity Universität Hamburg
CY - Hamburg
ER -