Governance verbindender Prozesse in der Stadtregion Leipzig

Judith Gollata*, Thomas Zimmermann

*Corresponding author for this work

Abstract

In der Stadt Leipzig wächst die Bevölkerung seit über 10 Jahren dynamisch, begleitet von wachsenden funktionalen und räumlichen Verflechtungen zwischen Kernstadt und Umland. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen an eine ressourceneffiziente Wohnbauflächenentwicklung, denen in der Stadtregion mit einem regional abgestimmten Vorgehen begegnet werden soll. Auf Basis eines auf Assemblage-Theorie und Actor-Network-Theorie basierenden Ansatzes analysiert der Beitrag in einem qualitativ-explorativen Vorgehen die Fähigkeiten und Beschränkungen des Regionalen Planungsverbands Leipzig-Westsachsen, der mit der Erstellung eines solchen Wohnbauflächen-Entwicklungskonzepts beauftragt wurde. Deutlich wird, dass eine interkommunale Kooperation bei der Entwicklung von Wohnbauflächen ein langwieriger Prozess ist. Die Regionalplanung ist als ein vielfältig verbundener, stabil organisierter und regional anerkannter Akteur ein möglicher Moderator für solch einen Prozess, der sich Zielen des Flächenmanagements verbunden fühlt. Ihre Fähigkeit wird durch das Recht, begrenzte Ressourcen und die Konkurrenz zu anderen Handlungsfeldern beschränkt.
Original languageGerman
Title of host publicationStadtregionales Flächenmanagement
EditorsSebastian Henn, Thomas Zimermann, Björn Braunschweig
Pages1-26
Number of pages26
ISBN (Electronic)978-3-662-63295-6
DOIs
Publication statusPublished - 2023

Cite this