Fotografie und städtischer Wandel

Cécile Cuny (Editor), Alexa Färber (Editor), Ulrich Hägele (Editor)

    Abstract

    Gegenwart und Vergangenheit, Präsenz und Verschwinden – dieses Spannungsfeld charakterisiert nicht nur die Fotografie, sondern auch die Stadt. Im städtischen Wandel wird diese Eigenlogik der Fotografie thematisch fassbar.
    An der Schwelle zum 20. Jahrhundert sollten Fotografien etwa eine im Verschwinden begriffene Form von Urbanität festhalten, um „Alarm zu schlagen“. Bürgerliche Kräfte wurden mittels der Bilder für den Erhalt einer bestimmten Form der Metropole mobilisiert, nämlich das vermeintlich idyllisch gewachsene, mittelalterlich geprägte Stadtgefüge aus engen Gassen und Mauern.
    In anderen Fällen beschränkte sich die fotografische Praxis im Kontext Stadt allein auf das Dokumentieren des Verschwindens. Geordnet und archiviert waren die Bilder dann später auch für die Stadtplanung dienlich. Im zeitlichen Abstand lassen sie sich diese historischen Dokumente neu interpretieren.
    Die Autorinnen und Autoren dieses Themenheftes untersuchen anhand konkreter Beispiele die Wechselwirkungen zwischen Fotografie und städtischer Veränderung. Sie fragen auch danach, welche Rolle die Fotografie in der gegenwärtigen Stadtforschung einnehmen kann.
    Original languageGerman
    Volume34
    No.131
    Specialist publicationFotogeschichte
    Publication statusPublished - 2014

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