TY - CHAP
T1 - Die Rolle von Gesundheit in Stadtentwicklungspolitiken – was machen eigentlich die Kommunen?
AU - Dominic, Behde
PY - 2024
Y1 - 2024
N2 - Aus verschiedenen Richtungen werden die Rufe, die Stadtentwicklung nachhaltig und gesund zu gestalten, häufiger. Das Vorhandensein oder die Qualität von vorgelagerten Stadtentwicklungspolitiken, die das Erreichen von nachgelagerten Gesundheits- und Nachhaltigkeitszielen wahrscheinlicher machen, werden in Analysen nur selten betrachtet. In welchem Maße Gesundheit in den Kommunalverwaltungen berücksichtigt und priorisiert wird, bleibt oftmals unklar. In dieser Untersuchung wurden die Stadtentwicklungspolitiken in Bochum, Köln und Münster anhand gesundheitsbezogener Indikatoren untersucht und bewertet. Indikatoren, die bisher weniger Beachtung fanden und für das Erdsystem von hoher Bedeutung sind, wurden zusätzlich berücksichtigt. Die Dokumentenanalyse wurde um Interviews mit Schlüsselpersonen ergänzt. Die Untersuchungsstädte verfügen über zahlreiche Politiken – sie decken aber nicht alle Indikatoren vollständig ab. Viele Maßgaben enthalten keine spezifisch messbaren Ziele. Vorhandene Ziele werden oftmals ohne messbare Angaben oder nur sehr abstrakt formuliert. Die Interviewaussagen verdeutlichen, dass die Berücksichtigung von gesundheitsbezogenen Aspekten in allen Politikfeldern die Städte herausfordert. Um Städte gesünder und nachhaltiger zu entwickeln, sind spezifischere, nachvollziehbarere und messbarere Politiken anzustreben. Es ist zu prüfen, inwieweit gesundheitsbezogene Aspekte und die Impulse des ÖGD hinsichtlich der Berücksichtigung und Priorisierung von Gesundheit intersektoral und in allen Politiken aufgegriffen werden können.
AB - Aus verschiedenen Richtungen werden die Rufe, die Stadtentwicklung nachhaltig und gesund zu gestalten, häufiger. Das Vorhandensein oder die Qualität von vorgelagerten Stadtentwicklungspolitiken, die das Erreichen von nachgelagerten Gesundheits- und Nachhaltigkeitszielen wahrscheinlicher machen, werden in Analysen nur selten betrachtet. In welchem Maße Gesundheit in den Kommunalverwaltungen berücksichtigt und priorisiert wird, bleibt oftmals unklar. In dieser Untersuchung wurden die Stadtentwicklungspolitiken in Bochum, Köln und Münster anhand gesundheitsbezogener Indikatoren untersucht und bewertet. Indikatoren, die bisher weniger Beachtung fanden und für das Erdsystem von hoher Bedeutung sind, wurden zusätzlich berücksichtigt. Die Dokumentenanalyse wurde um Interviews mit Schlüsselpersonen ergänzt. Die Untersuchungsstädte verfügen über zahlreiche Politiken – sie decken aber nicht alle Indikatoren vollständig ab. Viele Maßgaben enthalten keine spezifisch messbaren Ziele. Vorhandene Ziele werden oftmals ohne messbare Angaben oder nur sehr abstrakt formuliert. Die Interviewaussagen verdeutlichen, dass die Berücksichtigung von gesundheitsbezogenen Aspekten in allen Politikfeldern die Städte herausfordert. Um Städte gesünder und nachhaltiger zu entwickeln, sind spezifischere, nachvollziehbarere und messbarere Politiken anzustreben. Es ist zu prüfen, inwieweit gesundheitsbezogene Aspekte und die Impulse des ÖGD hinsichtlich der Berücksichtigung und Priorisierung von Gesundheit intersektoral und in allen Politiken aufgegriffen werden können.
U2 - 10.1007/978-3-658-44315-3_7
DO - 10.1007/978-3-658-44315-3_7
M3 - Buchkapitel/Sammelbandbeitrag
SN - 978-3-658-44314-6
T3 - Jahrbuch StadtRegion
SP - 139
EP - 161
BT - Jahrbuch StadtRegion 2023/2024
A2 - Othengrafen, Frank
A2 - Pohlan, Jörg
A2 - Schmidt-Lauber, Brigitta
A2 - Güntner, Simon
A2 - Nuissl, Henning
ER -