Abstract
Immer wieder wird die Nutzung der Atomenergie als Lösung für eine klimaneutrale Energieerzeugung diskutiert. Der Klimabeirat Hamburg weist Forderungen nach einem Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie entschieden zurück. Ein solcher Wiedereinstieg ist klima- und umweltpolitisch falsch sowie volkswirtschaftlich und energiewirtschaftlich nicht begründet.
Atomenergie ist gegenüber den Erneuerbaren Energien nicht konkurrenzfähig und könnte in dem für das Erreichen von Klimaneutralität gesetzten Zeitraum keinen nennenswerten Beitrag zur Dekarbonisierung des Stromsektors leisten. Die Nutzung der Atomenergie ist mit extrem hohen Risiken verbunden, die sich weder vollständig beherrschen noch versichern lassen. Dies hat die Atomkatastrophe von Fukushima 2011 drastisch gezeigt; der Atomausstieg war die richtige und angemessene Reaktion auf dieses Ereignis und frühere Atomunfälle.
Nach sieben Jahrzehnten Atomenergienutzung ist das Problem der Entsorgung des Atommülls weiterhin global ungelöst. Die Suche nach einem deutschen Endlagerstandort wird voraussichtlich noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Atomenergienutzung schafft keine Energiesouveränität, sondern neue Abhängigkeiten von Uran-Förderländern. Alle europäischen Reaktor-Neubauten sind durch mehrjährige Verzögerungen und hohe Kostensteigerungen gekennzeichnet. Ohne staatliche Garantien, also das Abwälzen der finanziellen Risiken auf die Allgemeinheit, wäre kein Atomprojekt wirtschaftlich realisierbar.
Atomkraftwerke brauchen zur Refinanzierung der hohen Kapitalkosten eine hohe Zahl an Volllaststunden und sind zudem schlecht regelbar. Sie sind daher ungeeignet, in einem Stromsystem mit hohem Anteil an volatiler regenerativer Erzeugung Regelenergie oder Backupkapazität bereitzustellen.
Hamburg ist als Stadtstaat seit jeher auf Stromimporte angewiesen. Die Stadt kann durch den Ausbau der Windenergie und vor allem durch die Umsetzung einer ambitionierten Photovoltaikstrategie Beiträge zur Erzeugung Erneuerbarer Energien leisten. Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung resultieren aus der Einbindung in ein überregional vernetztes Energiesystem. Der Klimabeirat unterstreicht, dass die Transformation des Energiesystems zu Erneuerbaren Energien für Hamburg große wirtschaftliche Chancen bietet. Dies gilt insbesondere für den Aufbau einer regenerativen Wasserstoffwirtschaft. Die Stadt sollte diesen Pfad konsequent weiterverfolgen.
Atomenergie ist gegenüber den Erneuerbaren Energien nicht konkurrenzfähig und könnte in dem für das Erreichen von Klimaneutralität gesetzten Zeitraum keinen nennenswerten Beitrag zur Dekarbonisierung des Stromsektors leisten. Die Nutzung der Atomenergie ist mit extrem hohen Risiken verbunden, die sich weder vollständig beherrschen noch versichern lassen. Dies hat die Atomkatastrophe von Fukushima 2011 drastisch gezeigt; der Atomausstieg war die richtige und angemessene Reaktion auf dieses Ereignis und frühere Atomunfälle.
Nach sieben Jahrzehnten Atomenergienutzung ist das Problem der Entsorgung des Atommülls weiterhin global ungelöst. Die Suche nach einem deutschen Endlagerstandort wird voraussichtlich noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Atomenergienutzung schafft keine Energiesouveränität, sondern neue Abhängigkeiten von Uran-Förderländern. Alle europäischen Reaktor-Neubauten sind durch mehrjährige Verzögerungen und hohe Kostensteigerungen gekennzeichnet. Ohne staatliche Garantien, also das Abwälzen der finanziellen Risiken auf die Allgemeinheit, wäre kein Atomprojekt wirtschaftlich realisierbar.
Atomkraftwerke brauchen zur Refinanzierung der hohen Kapitalkosten eine hohe Zahl an Volllaststunden und sind zudem schlecht regelbar. Sie sind daher ungeeignet, in einem Stromsystem mit hohem Anteil an volatiler regenerativer Erzeugung Regelenergie oder Backupkapazität bereitzustellen.
Hamburg ist als Stadtstaat seit jeher auf Stromimporte angewiesen. Die Stadt kann durch den Ausbau der Windenergie und vor allem durch die Umsetzung einer ambitionierten Photovoltaikstrategie Beiträge zur Erzeugung Erneuerbarer Energien leisten. Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung resultieren aus der Einbindung in ein überregional vernetztes Energiesystem. Der Klimabeirat unterstreicht, dass die Transformation des Energiesystems zu Erneuerbaren Energien für Hamburg große wirtschaftliche Chancen bietet. Dies gilt insbesondere für den Aufbau einer regenerativen Wasserstoffwirtschaft. Die Stadt sollte diesen Pfad konsequent weiterverfolgen.
| Original language | German |
|---|---|
| Number of pages | 18 |
| Volume | 2025 |
| Publication status | Published - 1 Jul 2025 |