TY - CHAP
T1 - Akteure und ihre Beiträge zur großen Transformation in ausgewählten Handlungsfeldern. Stadt- und Raumplanerinnen und -planer als Pioniere nachhaltiger Transformation
AU - Knieling, Jörg
PY - 2021
Y1 - 2021
N2 - Für die Stadt- und Raumplanung stellt sich die Frage, inwiefern Planerinnen und Planer, die innovative Vorstellungen für eine nachhaltige Planungspraxis und räumliche Entwicklung haben, den im Rahmen der großen Transformation geforderten Wandel initiieren oder mitgestalten und folglich als Pioniere des Wandels bzw. Transformationspioniere gelten können. Dabei nehmen sie verschiedene Rollen als Experten-, Prozess-, Macht- oder Beziehungspromotoren mit jeweils unterschiedlichen Funktionen, Kompetenzen und Aufgaben ein. Das vorliegende Kapitel basiert auf einer Befragung von Praxisakteuren aus der Stadt- und Raumplanung bzw. Raumentwicklung. Es wird analysiert, ob die ausgewählten Praxisakteure mit innovativen und nicht-konformistischen Ansätzen, Konzepten und Vorstellungen über ein Pionier-Potenzial verfügen, welche Restriktionen ihrem Wirken entgegenstehen und wie es ihnen gelingt, diese zu überwinden. Die Ergebnisse deuten an, dass die Pioniere der Stadt- und Raumplanung einen substantiellen Beitrag zur Nachhaltigkeitstransformation leisten können. Dies gilt insbesondere für ihre Funktionen in der Prozessgestaltung und der Vermittlung zwischen verschiedenen Akteuren, die an der nachhaltigen Raumentwicklung beteiligt sind. Darüber hinaus entwickeln sie eigene innovative Ideen und integrierte Lösungen, um Städte und Regionen nachhaltiger zu gestalten. Dabei zeigen sich Kommunikation, Kooperation und Integration sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verwaltung als Schlüsselstrategien einer nachhaltigen Planungspraxis. Traditionelle Instrumente, wie Flächennutzungspläne und Entwicklungskonzepte, bilden dagegen allenfalls einen begrenzten Ausschnitt der Realität der Stadt- und Raumentwicklung ab. Mit Blick auf das Studium der Stadt- und Raumplanung wird abschließend diskutiert, dass die Hochschulen insbesondere das freie und kritische Denken fördern und vorherrschende Annahmen infrage stellen sollten, um die Studierenden auf ihren individuellen Wegen zur nachhaltigen Transformation von Städten und Regionen zu unterstützen.
AB - Für die Stadt- und Raumplanung stellt sich die Frage, inwiefern Planerinnen und Planer, die innovative Vorstellungen für eine nachhaltige Planungspraxis und räumliche Entwicklung haben, den im Rahmen der großen Transformation geforderten Wandel initiieren oder mitgestalten und folglich als Pioniere des Wandels bzw. Transformationspioniere gelten können. Dabei nehmen sie verschiedene Rollen als Experten-, Prozess-, Macht- oder Beziehungspromotoren mit jeweils unterschiedlichen Funktionen, Kompetenzen und Aufgaben ein. Das vorliegende Kapitel basiert auf einer Befragung von Praxisakteuren aus der Stadt- und Raumplanung bzw. Raumentwicklung. Es wird analysiert, ob die ausgewählten Praxisakteure mit innovativen und nicht-konformistischen Ansätzen, Konzepten und Vorstellungen über ein Pionier-Potenzial verfügen, welche Restriktionen ihrem Wirken entgegenstehen und wie es ihnen gelingt, diese zu überwinden. Die Ergebnisse deuten an, dass die Pioniere der Stadt- und Raumplanung einen substantiellen Beitrag zur Nachhaltigkeitstransformation leisten können. Dies gilt insbesondere für ihre Funktionen in der Prozessgestaltung und der Vermittlung zwischen verschiedenen Akteuren, die an der nachhaltigen Raumentwicklung beteiligt sind. Darüber hinaus entwickeln sie eigene innovative Ideen und integrierte Lösungen, um Städte und Regionen nachhaltiger zu gestalten. Dabei zeigen sich Kommunikation, Kooperation und Integration sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verwaltung als Schlüsselstrategien einer nachhaltigen Planungspraxis. Traditionelle Instrumente, wie Flächennutzungspläne und Entwicklungskonzepte, bilden dagegen allenfalls einen begrenzten Ausschnitt der Realität der Stadt- und Raumentwicklung ab. Mit Blick auf das Studium der Stadt- und Raumplanung wird abschließend diskutiert, dass die Hochschulen insbesondere das freie und kritische Denken fördern und vorherrschende Annahmen infrage stellen sollten, um die Studierenden auf ihren individuellen Wegen zur nachhaltigen Transformation von Städten und Regionen zu unterstützen.
M3 - Buchkapitel/Sammelbandbeitrag
SN - 978-3-88838-102-7
T3 - Forschungsberichte der ARL: Aufsätze, ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
SP - 172
EP - 182
BT - Nachhaltige Raumentwicklung für die große Transformation
A2 - Hofmeister, Sabine
A2 - Warner, Barbara
A2 - Ott, Zora
PB - Verlag der ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
CY - Hannover
ER -