Abstract
Wärmenetze dienen der leitungsgebundenen Verteilung von thermischer Energie. Sie verbinden Wärmequellen mit Wärmeabnehmern. Diese Wärmeverteilung erfolgt vorrangig mit dem Ziel der Deckung der Nachfrage nach Raumwärme und für industrielle Anwendungen. Im Vergleich zu individuellen, dezentralen Lösungen ergeben sich für Wärmenetze immer dann Vorteile, wenn hohe Wärmenachfragedichten vorliegen und/oder lokal/regional „überschüssige“ Wärme vorhanden ist; darunter ist beispielsweise Abwärme aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozessen (KWK-Prozessen) zu verstehen, die am Standort der Konversionsanlage nicht energiewirtschaftlich genutzt werden kann und deshalb als „Abfall“ oder ggf. als „Nebenprodukt“ anzusehen ist. Hohe Wärmenachfragedichten, die eine Nutzung dieser Abwärme ökonomisch vielversprechend erscheinen lassen, finden sich beispielsweise in stark besiedelten Siedlungsgebieten und in Industriegebieten; deshalb sind in den großen europäischen Städten bzw. in den entsprechenden Metropolregionen in der Regel derartige Wärmenetze vorhanden [16.1].
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Erneuerbare Energien |
| Untertitel | Systemtechnik, Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte |
| Redakteure/-innen | Martin Kaltschmitt, Wolfgang Streicher, Andreas Wiese |
| Erscheinungsort | Berlin; Heidelberg |
| Seiten | 1203–1226 |
| Auflage | 6., vollständig neu überarbeitete Auflage |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-662-61190-6 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 30 Okt. 2020 |
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