Abstract
Karten, die unter Beachtung des Maßstabes und der Generalisierung die geographische Größe und Form von Regionen korrekt wiedergeben, haben den Nachteil, dass kleine Regionen leicht übersehen oder gar nicht gesehen werden. Daher werden für einige Kartennutzungsaufgaben, bei denen kleine Regionen von Bedeutung sind, alternative Kartentypen benötigt. Eine Option sind sogenannte Equal Area Unit Maps (EAUMs), bei denen jede Einheit dieselbe Flächengröße und zumeist auch dieselbe Grundform wie Quadrate oder Hexagone besitzt. Die geometrische Verzerrung von EAUMs führt jedoch zu einer schwierigeren Suche nach Regionen sowie zu einer Verfälschung topologischer Beziehungen und räumlicher Muster. Um diese Verzerrungen zu beschreiben, wird ein Satz von analytischen Maßzahlen vorgeschlagen. Es zeigt sich jedoch, dass die Aussagekraft dieser Maßzahlen eher begrenzt ist. Um den Einfluss von Verzerrungen besser verstehen und modellieren zu können, wurden zwei Anwenderstudien durchgeführt. Die Studie zur Suche in EAUMs (auch mit dem Ziel, die Suchstrategien der Benutzer nachzuvollziehen) ergab, wie wichtig es ist, die lokale Topologie (z. B. Eck- oder Randpositionen von Regionen) während des Generierungsprozesses zu berücksichtigen. In Bezug auf die Identifikation räumlicher Muster konnte gezeigt werden, dass EAUMs die Erkennungsrate lokaler Extremwerte signifikant erhöhen. Andererseits verschwimmen globale laterale Gradienten oder geostatistische Hot Spots häufig oder gehen sogar verloren. Infolgedessen werden eine aufgabenorientierte Auswahl von Kartentypen sowie weitere Entwicklungen empfohlen.
| Originalsprache | Englisch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 71-82 |
| Seitenumfang | 12 |
| Fachzeitschrift | KN - Journal of Cartography and Geographic Information |
| Jahrgang | 71 |
| Ausgabenummer | 2 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Juni 2021 |
Schlagwörter
- Equal Area Unit Maps
- Choroplethenkarten
- Mustererkennung
- Gebrauchstauglichkeit
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