Abstract
Die Architekturgeschichte ist bis heute stark von heldenhaften Figuren und monumentalen Objekten geprägt. In kritischer Anlehnung an Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction plädiert dieser Beitrag für eine Verschiebung des Fokus: hin zu den oftmals übersehenen, aber tragenden Elementen – den Materialien, Beziehungen und Prozessen, die unsere gebaute Umwelt tatsächlich formen.
Angesichts der planetaren Krisen, in denen die Architektur als Ressourcenträgerin und Emittentin eine zentrale Rolle spielt, ist eine Neuausrichtung der Disziplin und ihrer Lehre unumgänglich. Der Artikel versteht die gegenwärtige Situation als Aufforderung zur Selbstbefragung – und zur Entwicklung neuer methodischer Zugänge.
Im Zentrum steht das Lehrforschungsprojekt Material Networks an der HafenCity Universität Hamburg. Es vereint das Seminar „Material Geschichten“, eine digitale Open Access Plattform und eine Open Educational Ressource. Studierende analysieren die sozialen, ökologischen und politischen Dimensionen von Baumaterialien, verfolgen deren globale Verflechtungen und erarbeiten daraus empirisch fundierte Materialgeschichten.
Diese multiperspektivische Annäherung versteht sich nicht als Lösung, sondern als Beitrag zu einem veränderten Selbstverständnis der Architektur. Es geht um ein Lernen in Relationen – vernetzt, kritisch und offen für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der Artikel diskutiert, wie solche Erzählungen als Werkzeug dienen können, um neue Perspektiven in der Architekturlehre zu eröffnen und das Verständnis für sozio-materielle Verflechtungen zu stärken – als Teil einer notwendigen, tiefgreifenden Transformation.
Angesichts der planetaren Krisen, in denen die Architektur als Ressourcenträgerin und Emittentin eine zentrale Rolle spielt, ist eine Neuausrichtung der Disziplin und ihrer Lehre unumgänglich. Der Artikel versteht die gegenwärtige Situation als Aufforderung zur Selbstbefragung – und zur Entwicklung neuer methodischer Zugänge.
Im Zentrum steht das Lehrforschungsprojekt Material Networks an der HafenCity Universität Hamburg. Es vereint das Seminar „Material Geschichten“, eine digitale Open Access Plattform und eine Open Educational Ressource. Studierende analysieren die sozialen, ökologischen und politischen Dimensionen von Baumaterialien, verfolgen deren globale Verflechtungen und erarbeiten daraus empirisch fundierte Materialgeschichten.
Diese multiperspektivische Annäherung versteht sich nicht als Lösung, sondern als Beitrag zu einem veränderten Selbstverständnis der Architektur. Es geht um ein Lernen in Relationen – vernetzt, kritisch und offen für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der Artikel diskutiert, wie solche Erzählungen als Werkzeug dienen können, um neue Perspektiven in der Architekturlehre zu eröffnen und das Verständnis für sozio-materielle Verflechtungen zu stärken – als Teil einer notwendigen, tiefgreifenden Transformation.
| Titel in Übersetzung | Architecture Education for a Socioecological Turn |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Seiten (von - bis) | 178-193 |
| Fachzeitschrift | Graz Architecture Magazine |
| Jahrgang | 2025 |
| Ausgabenummer | 21 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 20 Mai 2025 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 04 – Qualitativ hochwertige Bildung
-
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinschaften
-
SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
Schlagwörter
- Architekturlehre im Anthropozän
- Kritische Baukultur
- Planetare Verflechtungen
- Materialgeschichten
- Sozio-ökologische Transformation
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